4. Sinfoniekonzert

„Nachhall“

Nachhall – dieses Motto des 4. Sinfoniekonzertes verbindet nicht nur die Werke dreier Komponisten, die sich einander verbunden fühlten, sondern deren Namen auch für den Ausklang der romantischen Musikepoche im deutschsprachigen Raum stehen. Anlass ist eine Rarität im Musiktheaterspielplan: Ist die auf Goethes Singspiel fußende Oper ‚Erwin und Elmire‘ ein Jugendwerk von Othmar Schoeck (1886 – 1957), so kann man sein Anfang der 50er Jahre entstandenes Hornkonzert selbst als eine Art Nachhall seiner bereits mehr als fünf Jahrzehnte andauernden Schaffenszeit bezeichnen. Gespielt wird das Konzert von Christoph Eß, dem jungen Solo-Hornisten der Bamberger Symphoniker. Schoecks wichtigster Lehrer war Max Reger (1873 – 1916), der seine ‚Suite im alten Stil‘ ursprünglich als Werk für Violine und Klavier komponiert hatte, sie in seinen letzten Lebenswochen jedoch noch selbst orchestrierte. Regers Vorbild hieß Johannes Brahms (1833 – 1897), dessen 1885 in Meiningen uraufgeführte vierte und letzte Symphonie ein – wenn auch höchst kraft- und eindrucksvoller – Nachhall auf das symphonische Schaffen Beethovens war.

Max Reger

Suite im alten Stil op. 93

Othmar Schoeck 

Konzert für Horn und Streicher op. 65

Johannes Brahms  

Symphonie Nr. 4 e-moll op. 56

Solist

Christoph Eß (Horn)

Dirigent

Werner Seitzer

Sonntag, 10. Juni 2012, 20.00 Uhr, Großes Haus Hildesheim

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