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Klassik trifft Moderne

Januar ist Mozart-Monat – zumindest im Konzertkalender der TfN ⋅ Philharmonie. Ganz traditionell steht das 3. Sinfoniekonzert ganz im Zeichen des österreichischen Komponisten, dieses Jahr flankiert von zwei Werken aus dem 20. Jahrhundert von Witold Lutosławski. Solistin ist die armenisch-französische Geigerin Chouchane Siranossian. Dirigent und Generalmusikdirektor des TfN Florian Ziemen spricht im Kurzinterview über das kontrastreiche Programm und seine Verbindung zu Wolfgang Amadeus Mozart.

Termine: 27. Januar 2018, 20:00 Uhr und 28. Januar 2018, 19:00 Uhr | Großes Haus

Beim 3. SINFONIEKONZERT stehen drei in strahlendem D-Dur verfasste Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart zwei offen und nachdenklich gefärbten Werken des polnischen Komponisten Witold Lutosławski aus dem 20. Jahrhundert gegenüber. Musiktheaterdramaturg Maximilian Hagemeyer hat Generalmusikdirektor Florian Ziemen zum Kurzinterview getroffen.

Nur drei Tage nach seinem 261. Geburtstag stehen gleich drei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Was ist deine persönliche Verbindung zu Mozarts Musik?

Mit 12 Jahren habe ich mir exzessiv die Schallplattenaufnahme von „Don Giovanni“ angehört und hatte damals ein wahrhaftes Erweckungserlebnis! Bis dahin war mir Mozarts Musik zu lieblich, da fand ich den expressiven Beethoven doch viel cooler. Es brauchte also eine gewisse Reife – wenn man bei 12 Jahren davon sprechen kann – um zu erkennen, dass Beethoven zwar auch gut ist, aber dass Mozart mir viel mehr bietet als nur liebliche Melodien. Und heute gilt sowohl für mich als auch für viele andere, dass Mozart natürlich der Fixstern der Musikgeschichte ist, um den sich bis heute alles dreht. Von seinen Opern bis hin zu seiner Konzertmusik! Und daher freue ich mich besonders, dass wir uns mit der TfN ⋅ Philharmonie einmal im Jahr Zeit für Mozart nehmen.

Als zweiter Komponist steht auf dem Programm der polnische Komponist Witold Lutosławski mit zwei seiner Werke. Was steckt dahinter?

Witold Lutosławski ist einer der prägendsten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts gewesen. Obwohl er in seinen Werken oft auf der Suche nach neuen Formen war, gaben ihm die Instrumentalkonzerte von Komponisten wie Archangelo Corelli, Antonio Vivaldi und wahrscheinlich auch Wolfgang Amadeus Mozart Inspiration. Der vertraute Stil der Klassischen Musik von Mozart im Konzertprogramm erlaubt es uns sich dazwischen mit zwei Werken Lutosławskis auf etwas ganz unvertrautes einzulassen. Die beiden Werke Chain One und Chain Two haben eine spröde Oberfläche aber wenn man sich auf sie einlässt eröffnen beide Werke ganz sinnliche Welten, die es zu Entdecken gibt. Auch neue Welten voller Freiheiten, denn die ad-libitum-Teile überlassen der Solistin tatsächlichen Raum zur freien Entfaltung. Und nach dieser Reise ins Unbekannte ist es dann besonders schön, sich wieder mit Mozarts Haffner-Sinfonie in bekanntere und mitreißende Gefilde zu begeben. Ganz besonders freue ich mich, dass unsere Solistin Chouchane Siranossian, die ich bereits lange kenne und mit der ich schon oft gearbeitet habe, sowohl Mozarts Violinkonzert als auch Lutosławskis Chain Two interpretiert und somit die musikalische Reise gemeinsam mit uns und dem Publikum antritt!

Unter der Musikalischen Leitung von GMD Florian Ziemen musiziert die TfN ⋅ Philharmonie gemeinsam mit Violinistin Chouchane Siranossian beim 3. SINFONIEKONZERT am 27. und 28. Januar. Die Konzerte finden in Kooperation mit dem Kulturring und der Hildesheimer Mozartgesellschaft statt.