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Etwas Großes kommt auf uns zu

Zum Bühnenbild von DIE RATTEN


Am 3. Januar haben die Proben zu Gerhart Hauptmanns Tragikomödie DIE RATTEN begonnen. Und während das komplette Schauspielensemble unter der Regie von Wolfgang Hofmann auf der Probebühne das Stück erarbeitet, passieren auch in den Werkstätten des TfN spannende Dinge: Für das Bühnenbild von Lars Peter entsteht Großes. Großes im übertragenen wie im wörtlichen Sinne: Ein riesiges, 4,50 Meter großes Tier wird zum Leben erweckt! Das Tier hat zwei Beine und zwei Arme, einen Rumpf und einen Kopf. Es ist hinten offen und innen hohl. Es kann sitzen und liegen, besteht hauptsächlich aus Stahl, Holz, Styropor und Kunststoff, hat aber auch ein flauschig weiches Fell. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Schlosserei, Tischlerei, Malsaal und Dekoabteilung arbeiten daran, dass das Tier stabil ist, denn die Schauspielerinnen und Schauspieler werden sich darauf bewegen. Man muss es auseinander nehmen können, um es in die vielen Gastspielorte des TfN transportieren zu können. Außerdem soll das Tier echt aussehen, aber schon in die Jahre gekommen. Und eines soll es auch sein: niedlich. Wenn Sie sich jetzt fragen, um welches Tier es sich handelt, sei so viel verraten: eine Ratte ist es nicht. Im Allgemeinen mögen Kinder das hier beschriebene Tier sowie Kind gebliebene Erwachsene. Es steht für Trost bei Unsicherheit und Alleinsein, symbolisiert Wärme und Geborgenheit und dient als Projektionsfläche von Erwartungen und Sehnsüchten. Erwartungen und Sehnsüchte spielen in DIE RATTEN eine große Rolle – wünscht die Hauptfigur des Stückes, Frau John, sich doch nichts sehnlicher als ein Kind. Überhaupt sind Kinder laut Regisseur Wolfgang Hofmann der Kern des Stückes – auch wenn in Hofmanns Inszenierung kein „echtes“ Kind auf der Bühne zu sehen sein wird. „Es geht um Kinder in allen möglichen Altersstufen und Aggregatszuständen: tote, kranke, lebendige Kinder, Babys, pubertierende und halb erwachsene Kinder, ein Waisenkind, verlorene Kinder und Kinder, die gerade verloren gehen. Es interessiert mich, wie die Beziehungen Eltern-Kind, Kind-Eltern, Eltern untereinander, Kinder untereinander in diesem Stück funktionieren und wie sie miteinander verwoben sind“.

Freuen Sie sich auf großartige Charaktere, eine großartig gestrickte Geschichte, große Gefühle und ein großes Tier auf der Bühne – zu erleben ab dem 17. Februar im Großen Haus des TfN und an vielen weiteren Orten. Eine Matinee zum Stück findet statt am 11. Februar um 11.15 Uhr, ebenfalls im Großen Haus.