großes theater

offene zweierbeziehung

premiere
sa., 26.6.

inszenierung
ayla yeginer

bühne + kostüm
moni gora

Komödie von Dario Fo und Franca Rame

Er ist ein Musterexemplar seiner Gattung und heißt einfach nur „Mann“. Seine Frau heißt Antonia. Und die fühlt sich nicht nur betrogen, sie ist es auch. Notgedrungen und verletzend muss der Mann seine sexuellen Begierden außerhalb der ihn unfrei machenden Ehe ausleben. Ein getriebener Mann, der sich von den regelmäßigen, phantasievollen Selbstmordversuchen Antonias nicht beeindrucken lässt, sondern ihr eine offene Zweierbeziehung vorschlägt. Auch sie kann fortan tun und lassen, wonach ihr die Lust noch nicht vergangen ist. Gesagt, getan. Antonia legt sich ins Zeug, und sie trifft ihn: den unglaublichen, erotischen, viel jüngeren Liebhaber, der nicht nur Physikprofessor ist, sondern auch Lyriker und Gitarrist. So hat sich das Antonias Mann nun auch wieder nicht vorgestellt …

Nicht nur wegen der glücklichen Verbindung aus Dialogwitz, Slapstick und spannenden emotionalen Wendungen steht der Komödienklassiker von Literaturnobelpreisträger Dario Fo und Franca Rame seit 1983 immer wieder auf zahlreichen Theaterspielplänen. Am tfn mit Simone Mende und Gotthard Hauschild unter der Regie von Ayla Yeginer. 

Mit Simone Mende (Antonia: die Ehefrau), Gotthard Hauschild (Ein Mann: der Ehemann)

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extra

Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 28.6.21
In nur 55 Minuten lässt die tfn-Regisseurin die ewig aktuelle Geschichte dieser Beziehungskrise über die fast leere Bühne im Stadttheater toben. Der intelligente  Text, mal im virtuosen Schlagabtausch, dann im langen Monolog, garantiert bestes Schauspielfutter für Simone Mende und Gotthard Hauschild. Die Profis liefern überzeugend ab: verbal, körperlich, mimisch und gestisch. […] [Die Regisseurin] peppt die Dramödie mit ihrem Wortspiel-Witz und den beiden Spielebenen auf, indem sie auf einer dritten Ebene Souffleuse und Beleuchter „mitspielen“ lässt, indem sie die Pandemie zitiert, wilde, klamaukige Verfolgungsjagden einbaut.[…] Die Protagonistinnen können sich – sauber getrennt – nahe kommen. Gleichzeitig symbolisieren die Wände Distanz. Und Yeginer lässt sich so einiges an Action einfallen, um Wände und Personen in Bewegung zu bringen: Stillstand ist nicht  gewünscht.