viertes sinfoniekonzert

 

termin
so, 6.3.22, 16 + 19 uhr

dirigent
florian ziemen

solist
kirill zvegintsov _ klavier

 

 

Alfred Schnittke (1934–1998)
»Gogol-Suite«

Dimitri Schostakowitsch (1906–1975)
Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102

Igor Strawinsky (1882–1971)
»Der Feuervogel« Suite (1919)

Generalmusikdirektor Florian Ziemen lädt zu einem aufregenden und vergnüglichen Programm russischer Komponisten des 20. Jahrhunderts: Eines der lustigsten Stücke überhaupt, das er kenne, sei Alfred Schnittkes »Gogol-Suite«, mit der der Konzertabend eröffnet wird, und die am berühmten Moskauer Taganka-Theater als ironische, irrsinnig verrückt-skurrile Bühnenmusik zu Juri Ljubimows Schauspielabend »Die Revisionsliste« über Nikolai Gogol und sein literarisches Werk entstanden ist. Schostakowitschs 2. Klavierkonzert steht dem in nichts nach: Während die Ecksätze zwischen sarkastischer Karikatur und Clownerie dem geforderten Optimismus der sowjetischen Kunstfunktionäre die Fratze zeigen, erscheint der vollendet klangschöne, lyrisch verzaubernde zweite Satz wie ein Rückblick auf vergangene goldene Zeiten. Zum glanzvollen Abschluss erklingt Igor Strawinskys spätromantischer, farbig glühender »Feuervogel«, die erste der großen Ballettmusiken, die er für die Ballets Russes geschrieben hat und deren Uraufführung ein derart überwältigender Erfolg war, dass Strawinsky über Nacht zur internationalen Berühmtheit wurde.
 

Statement zur aktuellen Situation in der Ukraine
Das Programm mit drei russischen Werken von Alfred Schnittke, Dimitri Schostakowitsch und Igor Strawinsky musste wegen der Pandemie bereits zweimal verschoben werden. Heute fällt es in eine Zeit, in der wir – wie die ganze Welt – tief erschüttert und betroffen sind von dem furchtbaren Verbrechen des russischen Einmarsches in die Ukraine. Das theater für niedersachsen steht solidarisch mit all jenen, die sich für demokratische Werte wie Vielfalt und ein friedliches Miteinander einsetzen. Der Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen und aufs Schärfste zu verurteilen. Der ukrainische Pianist Kirill Zvegintsov wird bei den Konzerten wie geplant die Werke der russischer Komponisten interpretieren – denn es gilt dringender denn je kulturelle Brücken zu bauen und auf die Kraft der Hoffnung und des Humanismus zu setzen.