in der luft und anderswo

 

premiere
fr, 22.10.21, roemer- und pelizaeusmuseum

inszenierung
lee beagley

bühne + kostüme
luise röver

Ein szenischer Rundgang durch die geheime Welt der Viren und andere Kuriositäten
von Lee Beagley

Die Museumstüren schließen sich, das Licht bleibt an. In Räumen, die die Geschichte der Infektionen und Pandemien präsentieren, treffen sie aufeinander: Ein junger, verunsicherter Mann, eine Frau, die das erste Mal ihre Alltagsroutinen durchbricht, ein kluger Arzt, ein Witwer, der es schafft, aus Katastrophen zu lernen und eine Zynikerin, in deren Sätzen mehr als nur ein Funke Wahrheit steckt. Es sind normale Menschen, deren Stimmen oft nicht gehört werden – die an diesem Abend jedoch sich und ihre Zuhörer_innen überraschen.

Mit Beginn der Spielzeit 21_22 startet das tfn ein neues Kooperationsmodell mit dem Roemer- und Pelizeaus-Museum. An mehreren Terminen verwandeln Darsteller_innen aus dem Schauspiel- und Musiktheaterensemble des tfn die Sonderausstellung »Seuchen« in eine Kulisse und das Museum in einen spektakulären Spielort. In Kleingruppen können Besucher_innen nach dem Ende der offiziellen Öffnungszeiten verschiedene Stationen entdecken: Ein theatrales Kaleidoskop aus Texten und Musik hinterfragt die menschlichen Reaktionen auf Krankheitsausbrüche, die gesellschaftliche Tabuisierung des Leidens und Sterbens und nicht zuletzt, ob Katastrophen nicht auch die Chance für einen Neuanfang bereithalten.

Mit Jeremias Beckford (Tom), Neele Kramer (Constanze), Eddie Mofokeng (Der Arzt), Linda Riebau (Rebecca), Martin Schwartengräber (Gregor)

↗ eine barrierefreie Teilnahme ist möglich, es wird um vorherige Anmeldung im service_center gebeten

↗ die Vorstellungen finden im Roemer- und Pelizaeusmuseum statt: am Steine 1-2, 31134 Hildesheim

pressestimmen

Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 25.10.21
»In der Luft und anderswo« liegen Geschichten und Geschichte. Spielerisch hüpfen die Theaterleute durch 5000 Jahre Medizin- und Menschheitshistorie. […] Gekonnt verknüpft die 70-minütige Tour Fakten mit Fiktion. Die Texte sind stark, weil sie erklären ohne zu belehren. […] Dabei kommt das Publikum dem Ensemble neben den »Nicht anfassen«-Schildern nah wie nie. In dieser Situation bekommt jede Handbewegung, jede Haarsträhne eine Bedeutung, und dieses Nebeneinander schafft Vertrautheit. Das Ensemble ist stark, weil es authentisch statt affektiert wirkt. […] Spielerisch einfühlsam führt Regisseur Beagley so durch die geheime Welt der Viren und bindet Informationen an Emotionen.