Monolog von Lot Vekemans
aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper und Christine Bais

Judas – sein Name steht für Verrat, sein Kuss veränderte die Welt. Die Liste an Spekulationen und Interpretationen über den Jünger, der Jesus verriet, ist lang. Deshalb ist es jetzt, nach 2.000 Jahren, an der Zeit: Judas tritt aus dem jahrhundertelangen Schatten der Verachtung ins Rampenlicht und nimmt uns mit auf seine Seite der Geschichte: seine Motive, sein Leiden, sein Leben. Es ist keine Rechtfertigung, keine Entschuldigung, sondern vielmehr der Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht hinmöchte: zu dem Judas in sich selbst.

Mit ihrem berührenden, klugen und spannenden Monolog gibt die niederländische Autorin Lot Vekemans, die in Deutschland auch bekannt ist durch ihr Stück gift. eine ehegeschichte, Judas erstmals ein Gesicht und eine eigene Geschichte. tfn_Schauspieler Martin Schwartengräber spielt Judas. Freuen Sie sich auf ein facettenreiches und emotionales Erlebnis.

Mit Martin Schwartengräber

↗ Die Vorstellungen finden in der Zwölf-Apostel-Kirche statt: Zwölf-Apostel-Weg 6, 31139 Hildesheim.

pressestimmen

Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 3.7.21
Schwartengräber hat zwar nichts, außer sich und den Text. Beides ist aber auch so stark und so reich, dass es mehr nicht braucht. […] Schwartengräber und Yeginer wiederum präsentieren das so packend und fesselnd, wie vom Besten gelernt. […] Glaube und Geschichte, Mensch und Mythos, Opferbereitschaft und Selbstaufgabe – „Judas” spricht zahlreiche Themen an, ohne sich zu überfrachten. Im Gegenteil. Das Stück stellt Fragen, streut Zweifel, aber gibt keine Antworten, sondern dem Publikum gute Gedanken mit, um selbst ein Urteil zu fällen über diesen Judas – den Namen und den Menschen.