winterreise

 

premiere
termin folgt

musikalische leitung
sergei kiselev

inszenierung, bühne und kostüme
beka savic

Liederzyklus von Franz Schubert mit Texten von Wilhelm Müller
Bearbeitung für Streichertrio von Shane Woodborne

Als einen »Zyklus schauerlicher Lieder« soll Franz Schubert die ersten Gesänge der winterreise seinen Freunden 1827 angekündigt haben.

Wie in seinem vorherigen Liederzyklus »Die Schöne Müllerin« ist auch in diesem enttäuschte Liebe das Thema. Dabei liegt der winterreise keine eigentliche Handlung zugrunde. Wilhelm Müllers Gedichte, die Schubert hier vertonte, beschreiben die Wanderung des Protagonisten durch eine winterliche Landschaft, in deren Verlassenheit und Trostlosigkeit sich sein eigener Zustand spiegelt. Wo der Wanderer anfangs noch in glücklichen Erinnerungen schwelgt, steht bald die triste Gegenwart und die permanente Reflexion über sein Unglück. Dieses Elend wird einzig durch Träume und Phantasien unterbrochen und endet schließlich in einem Stillstand, im Nichts.

Als Schubert seinen Freunden die Gesänge »mit bewegter Stimme« vortrug, so heißt es, waren alle »über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft«. Schubert selbst aber bekannte: »Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden auch euch noch gefallen.« Und so hat sich Schuberts Liederzyklus bis heute als Denkmal des Kunstliedes etabliert. Hier am tfn sind die Gesänge in einer intimen Inszenierung von Beka Savic zu erleben. Es ist nach la traviata ihre zweite Arbeit am Haus.

Mit Zachary Wilson, Streichtrio