moderne

nach europa / tut uns leid, dass wir nicht im meer ertrunken sind

premiere
sa, 12.6.21

inszenierung
hüseyin michael cirpici

bühne + kostüme
anna siegrot

Schauspiel-Doppelabend
nach europa nach dem Roman »Drei starke Frauen« (»Trois femmes puissantes«) von Marie NDiaye, in einer Bühnenbearbeitung von Friederike Heller, in einer Übersetzung von Claudia Kalscheuer
tut uns leid, dass wir nicht im meer ertrunken sind (»Scusate se non siamo morti in mare«) von Emanuele Aldrovandi in einer Übersetzung von Sabine Heymann, deutschsprachige Erstaufführung
mit inhaltlicher Zusammenfassung in türkischer und arabischer Sprache

In dem 2013 uraufgeführten Stück nach europa treten eine Frau und ein Mann eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent an. Nach Europa.
tut uns leid, dass wir nicht im meer ertrunken sind, uraufgeführt 2016, wechselt die Perspektive. In einer nahen Zukunft drängen europäische Staatsbürger_innen (mit oder ohne Migrationshintergrund) auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben aus Europa heraus. Für 2000 Dollar lassen sich zwei Frauen und ein Mann von einem Schlepper in einen Container verfrachten, der sie übers Meer bringt. Irgendwohin.

Ein Theaterabend, der das Thema Migration auf poetisch beeindruckende Weise beleuchtet: Wer sind die Menschen, deren Gesichter meist nur im Zusammenhang mit Katastrophenmeldungen in unser Blickfeld rücken? Und wer weiß, ob wir nicht irgendwann selbst zu sogenannten »Geflüchteten« werden? Gefühlig, aber nicht kitschig, schmerzhaft, doch nicht ohne Hoffnung und Humor – und eines der drängendsten Themen unserer Zeit!