#beathe

In der Reihe #beathe - Berufe am Theater kurz vorgestellt erzählen tfn-Mitarbeiter_innen von ihrem Arbeitsalltag in den verschiedenen Abteilungen des Theaters.

Nina-Marie Brandt, Gastspielreferentin im Künstlerischen Betriebsbüro

↗ Was sind deine täglichen Aufgaben?
Ich organisiere die Akquise, Buchung, Planung und Umsetzung der Gastpiele des tfn. Dabei agiere ich als Kommunikations- und Informationsschnittstelle zwischen unseren Gastspielorten und -interessent_innen und unserem Haus (Technik, Marketing, KBB, Leitung, Verwaltung…)

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Ein Gastspiel zu begleiten und das Ergebnis der Organisation und die Reaktion des Publikums zu sehen.

↗ Was ist das besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Jeder Theatertag sieht anders aus, ist unvorhersehbar und stellt jeden vor neue Herausforderungen, die im Team kreativ und zielorientiert gelöst werden. Man arbeitet Hand in Hand und das Produkt der Arbeit kann Menschen begeistern, berühren und bilden. Darüber hinaus arbeitet man am Theater mit den unterschiedlichsten und interessantesten Menschen zusammen.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang?
Ich habe Kulturmanagement und Musikwissenschaft (M.A.) studiert und arbeitete zuvor für klassische und populäre Musikfestivals.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Computer und Telefon.

Charlotte Rimpler, Mitarbeiterin in der Zentrale

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Die Arbeit an der Pforte ist sehr vielfältig, typisch ist aber vor allem die Vermittlung an der Telefonzentrale. Zu meinen täglichen Aufgaben gehören die Post- und Paketannahme sowie Rückgabe von Retouren, die Schlüssel- und Dienstwagenvergabe und das Ausfüllen und Weiterleiten von Krankmeldungen. Des Weiteren gebe ich Informationen an Kolleg_innen weiter, wenn sie nach jemandem suchen, aber auch unseren Zuschauer_innen gebe ich Auskünfte, wenn sie nicht wissen, an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Alles, was direkten Kontakt erfordert

↗ Was ist das Besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Ich habe seit meiner Jugend schon unterschiedliche Sachen am Theater gemacht und wollte weiter in diesem Umfeld arbeiten. Die Arbeit ist abwechslungsreich, außerdem schätze ich die Kolleg_innen aus den unterschiedlichen Abteilungen auf und hinter der Bühne sehr.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Die Telefonanlage.

Cornelia Pook, Schauspieldramaturgin und Teil der Schauspieldirektion

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Typisch an meinem Beruf ist, dass die täglichen Aufgaben immer andere sind. Mal sitze ich den ganzen Tag im Büro, schreibe Texte (zum Beispiel Programmhefte oder Texte über Theaterstücke, telefoniere, recherchiere (zum Beispiel Hintergrundinformationen zu Stücken und Autor_innen) und beantworte Mails (zum Beispiel im Kontakt mit Theaterverlagen). Mal verbringe ich Vormittage auf Proben (und tausche mich danach über das Gesehene mit den Regisseur_innen aus), mal die Abende an unseren Gastspielorten (wo ich vor der Vorstellung Einführungen halte). Oder ich nehme an verschiedenen Sitzungen teil und bin viel in Kontakt mit Menschen: dem Intendanten (zum Beispiel, wenn es um den Spielplan geht), den Kolleg_innen, dem Schauspielensemble, den Regisseur_innen (als künstlerische Beratung), dem Publikum (bei Matineen, Einführungen, im direkten Gespräch), Schüler_innen und Studierenden (bei Vorstellungs-Nachgesprächen). Und ich lese sehr viel, vor allem Theaterstücke.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Es ist diese Mischung aus Kreativität, Kommunikation und Stillarbeit, die den Beruf unglaublich vielseitig und nie langweilig macht. Da ist es schwer, eine Sache herauszugreifen. Wenn ich müsste, würde ich sagen: der künstlerisch-kreative Austausch – egal ob innerhalb einer Produktion oder in Zusammenhang mit der Gesamtausrichtung des Hauses. Aber ich schreibe auch sehr gerne Texte … Du siehst, es ist schwierig …

↗ Was ist das besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Jemand hat mal gesagt, das Theater sei der beste Ort, um einer zu großen Ordnung im Leben zu entgehen. Das trifft es, finde ich, ziemlich gut – und damit meine ich nicht nur meinen chaotischen Schreibtisch ;) Man ist gezwungen, sich immer wieder auf neue – oft spezielle im Sinne von besondere – Menschen einzulassen und ist ständig mit neuen Themen und Problemen konfrontiert – im künstlerischen und zwischenmenschlichen Zusammenhang. Auch wenn das oft anstrengend ist, macht es mir Spaß, an Lösungen zu arbeiten und miteinander ins Gespräch zu kommen – für tolle Bühnenerlebnisse, an deren Gelingen so viele unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichsten Abteilungen gemeinsam beteiligt sind. Das ist das eine. Der andere wichtig Aspekt: Kultur generell und insbesondere Theater halte ich als Kitt und Spiegel unserer Gesellschaft für enorm wichtig, bereichernd, inspirierend – auch deshalb bin ich gerne Teil dieser Theaterwelt.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Nach meinem Abitur in Saarbrücken habe ich in Mainz Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte studiert – und gleich in meinen ersten Semesterferien eine Dramaturgiehospitanz am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken gemacht. Da war ich 19 und wusste ab sofort: Das will ich werden! Es folgten weitere Dramaturgie- und Regiehospitanzen an unterschiedlichen Stadt- und Staatstheatern noch während des Studiums, danach ein Jahr als Dramaturgie- und Regieasssistentin an einem kleinen Theater in Berlin, dann zwei Jahre in Frankfurt / Main als Dramaturgin. Seit 2009 bin ich am tfn in Hildesheim als Schauspieldramaturgin, mit dem Intendanzwechsel 2020 auch Teil der Schauspieldirektion.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Langweilig, aber wahr: der Computer. Und  - ganz altmodisch: Bleistifte.

Bettina Braun, Theaterpädagogin

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Jeder Tag ist anders, das ist eigentlich das Typischste, und die Kommunikation und Vermittlung zu potentiellen Interessierten. Mal schreibe ich unendlich viele Mails, informiere Schulen und andere Einrichtungen über unser Programm, berate Menschen, die ins Theater gehen möchten und bewerbe Stücke. Die Hauptaufgabe besteht für mich aber in der praktischen Vermittlungsarbeit: Das sind Backstage-Führungen, theaterpraktische Vor- und Nachbereitungen zu Stücken, Projekte mit Schulen und Kurse für alle Generationen.

Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Momentan liebe ich alles, was in Präsenz mit Menschen stattfindet, zum Beispiel Workshops, Kurse, Führungen.

Was ist das besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Ich wollte schon immer an einem Theater arbeiten. Früher habe ich selber sehr viel Laientheater gespielt und dabei erlebt, wie inspirierend es ist, sich mit Menschen künstlerisch über Themen und Sprache auseinanderzusetzen - und v.a. andere Menschen dadurch zu berühren. An meinem Job ist das Tolle, dass ich es oft mit Menschen zu tun habe, die sich Theaterschauen und Theaterspielen selbst nicht so recht zutrauen. Durch unsere Vermittlungsangebote öffnen wir oft die ersten Türen.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Ich habe in Hildesheim an der Uni Kulturpädagogik mit dem Schwerpunkt Theatervermittlung studiert. Dann kommen natürlich eine Menge Fort- und Weiterbildungen dazu, unter anderem im Bereich Improvisationstheater und Stimme. Hilfreich ist auch mein kürzlich abgeschlossenes Studium »musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung« an der Uni Hildesheim, ich habe es ja auch mit Musiktheater und Konzertformaten zu tun.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Meine Stimme und mein Körper, - ist nicht so richtig ein »Gegenstand«. Ein PC ist natürlich für die ganze Vernetzungs- und Vorbereitungsarbeit nicht schlecht, aber für die praktische Arbeit brauche ich ihn nicht.

Andreas Hildenbrand, Leiter service_center

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Mein Beruf ist sehr vielseitig. Zu unserer Abteilung zählt nicht nur der Bereich service_center, sondern auch die Zentrale, also Pforte und Poststelle, sowie das Einlass- und Garderobenpersonal. Dienstplanung spielt also eine große Rolle. Als Abteilungsleiter stehe ich außerdem im ständigen Austausch mit anderen Abteilungen und mit der Geschäftsleitung. Und natürlich habe ich auch immer wieder direkten Kontakt mit unserem Publikum.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Die schönsten Momente in meinem Beruf erlebe ich immer dann, wenn ich Jemandem eine Freude machen kann, z.B. indem ich ihr oder ihm noch eine Karte für eine ansonsten ausverkaufte Vorstellung organisieren kann.

↗ Was ist das Besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Das Besondere am Theater ist, dass man mit Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen zusammenarbeitet. So treffe ich jeden Tag Kolleg_innen, die eine künstlerische, handwerkliche, oder technische Tätigkeit ausüben, aber natürlich auch solche, die, wie ich, hauptsächlich im Büro arbeiten.
Ich habe als Student als Aushilfe an der Theaterkasse gearbeitet und gegen Ende meines Studiums wurde dort gerade eine Stelle frei, weil eine Kollegin in den Ruhestand ging.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Nach Abitur und Zivildienst habe ich in Hildesheim Kulturwissenschaften studiert. Meine Arbeit als Abteilungsleiter habe ich dann am Theater gelernt. So war ich viele Jahre stellvertretender Abteilungsleiter und habe mir von meinen Vorgesetzten viel abgeschaut.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Ohne einen internetfähigen Computer wäre meine Arbeit heute nur noch schwer vorstellbar. Auch unser Buchungssystem ist webbasiert. Wenn also der Strom ausfällt, kann ich nicht mehr viel tun. Manchmal frage ich mich, wie die Menschen das früher gemacht haben …

Panagiotis Papadopoulos , Studienleiter und Kapellmeister

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Hier am Theater habe ich zwei unterschiedliche Funktionen, die des Kapellmeisters und die des Studienleiters. Als Kapellmeister darf ich eigene Projekte entwickeln und betreuen, Vorstellungen und Konzerte dirigieren. Zudem agiere ich als Schnittstelle, die zwischen dem Musiktheater und den anderen Abteilungen des Theaters vermittelt, sodass sich die Erarbeitung eines Musiktheaterstücks möglichst reibungslos gestaltet. Als Studienleiter erstelle ich täglichen einen Plan für das Musiktheater und organisiere die Verteilung der Pianisten bei den unterschiedlichen Proben. Darüber hinaus sorge ich dafür, dass die Ensemble-Mitglieder vorbereitet zu den szenischen Proben gehen und studiere die unterschiedlichen Werke mit ihnen ein.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Das Dirigieren.

↗ Was ist das Besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Die Zeit, die man sich nimmt, um sich mit einem Stück auseinanderzusetzen. Im normalen Konzertbetrieb setzt sich ein Dirigent in den Proben nur etwa eine Woche lang intensiv mit einem Stück auseinander, bevor das Konzert stattfindet. Hier am Theater habe ich die Möglichkeit, mich drei Monate oder länger mit einer Oper zu beschäftigen. In dieser Zeit lernt man alle Facetten eines Stücks kennen. Jedes Detail, jeden Parameter... Man wächst mit dem Stück und mit den Kolleg_innen zusammen. Es ist eine faszinierende Arbeit, die ich sehr liebe.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Ich habe, wie viele andere Kolleg_innen, mit dem Klavierstudium begonnen. Dann habe ich noch Musiktheorie und Musikwissenschaft studiert, später kam das Dirigieren dazu. Aber das Dirigieren war immer mein Ziel.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Das Klavier. Es geht nicht ohne...

Amelie Müller , Ausstattungsassistentin

↗ Was sind deine täglichen Aufgaben?
Als Ausstattungsassistentin betreue ich Produktionen von der Modellberatung bis zur Premiere und bin Bindeglied zwischen den jeweiligen Ausstatter_innen und den produzierenden Abteilungen, wenn es um Bühne und Kostüm geht. Der größte Teil meiner Arbeit umfasst die Kommunikation und Koordination von Produktionsprozessen, Probenbetreuung, Anproben, aber auch das Färben oder Patinieren von Stoffen, oder das Bestellen/Einkaufen von Kostümteilen.
Jeder Tag ist anders, langweilig wird es nie!

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Ich liebe den Austausch mit den Gewerken, in jeder Abteilung warten die unterschiedlichsten Fragen und Herausforderungen, die wir gemeinsam versuchen kreativ zu lösen. Wie und mit welchen Materialien kann man einen Astronautenanzug nachbauen oder wo bekomme ich im Winter 15 orange Blazer her? Genauso gerne stehe ich aber auch in der Färbeküche oder male 20 Paar Kinderschuhe rot.

↗ Was ist das besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Als besonders empfinde ich die Unvorhersehbarkeit des Betriebs, das ist natürlich Fluch und Segen zugleich. Man darf an so vielen spannenden Projekten mitarbeiten und sich auf künstlerischer Ebene mit Themen auseinandersetzen, die man im Alltag ganz anders oder vielleicht gar nicht verhandeln würde. Mir macht es Spaß so zu arbeiten auch wenn es manchmal anstrengend sein kann.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang?
Ich habe, nach einem Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte, Kostümdesign an der Hochschule Hannover studiert und nebenbei als Ankleiderin am Staatstheater Hannover gearbeitet. Nach dem Bachelor bin ich dann hier gelandet.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Wahrscheinlich ein Notizbuch und ein Stift, es gibt täglich so viele Informationen und Änderungen die ich mir merken und weitergeben muss, da kann man schnell mal die Übersicht verlieren. Aufschreiben hilft mir da sehr.

Kai Oberg, Leiter der Theaterwerkstätten

↗ Was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Ich kommuniziere jeden Tag viel mit meinem Team. Es ist wichtig zu wissen, welchen Status die Produktionen haben, wo gibt es Probleme, wo werden noch Informationen benötigt. So probiere ich mein Team zu unterstützen.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Wochenbesprechungen – sodass jeder weiß, was zu tun ist und wir gemeinsam geordnet durch die Arbeitswoche gehen. Änderungen kommen natürlich immer – ist ja Theater ;-)

↗ Was ist das Besondere an der Arbeit am Theater?
Die Zusammenarbeit mit so vielen unterschiedlichen Berufsgruppen ist sehr spannend, das bietet einem selber die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern.
Natürlich auch die fertige Produktion später auf der Bühne zu sehen und sagen zu können »Wir in der Theaterwerkstatt haben einen Teil dazu beigetragen«.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Da gibt es mehrere Stationen – aber der wichtigste Punkt ist der, dass ich immer eng mit Kollegen_innen zusammengearbeitet habe. Erst kleine Teams, dann größere – jetzt eine ganze Theaterwerkstatt. Gelernt habe ich Tischler, danach war ich mehrere Jahre bei der Bundeswehr und habe mich dann weitergebildet zum staatlich anerkannten Techniker Fachrichtung Holztechnik und Tischlermeister. Alles hier in Hildesheim an der Fachschule Holztechnik & Gestaltung.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Meine Stimmbänder und Outlook.

Sara Christa Natuschka, Maskenbildnerin

↗ Sara, was ist typisch in deinem Beruf? Was sind deine täglichen Aufgaben?
Meine Aufgaben teilen sich in zwei Bereiche. Zum einen natürlich der Vorstellungsbetrieb: Das heißt ich schminke und frisiere die Darsteller_innen und helfe ihnen bei Umzügen und hinterher beim Abschminken. Zum anderen der Werkstattdienst: Hier fertigen wir Perücken, Kopfputze, Masken, Wunden, Körperteile und vieles mehr.

↗ Was ist deine Lieblingstätigkeit?
Das Schminken der Darsteller_innen! Es ist ein wunderbares Gefühl diesen Moment mitzuerleben, in dem sie in den Spiegel sehen und in ihre Rolle wechseln. Das bestätigt mich in meiner Arbeit.
Abgesehen davon sind die Vorstellungen eine gute Gelegenheit, um einen Einblick in die Arbeit der anderen Abteilungen zu bekommen. Das empfinde ich als sehr bereichernd.
In der Werkstatt modelliere ich am liebsten. Das ist für mich wie ein meditativer Ausgleich.

↗ Was ist das Besondere an der Arbeit am Theater und warum hast du dich dafür entschieden?
Eigentlich ist fast jeder Aspekt meines Berufs eher außergewöhnlich. Vor allem aber ist es nie dasselbe. Neben der Möglichkeit mich kreativ auszuleben ist es besonders dieser Abwechslungsreichtum, der mich fasziniert.

↗ Wie war dein beruflicher Werdegang? Welche Vor-Ausbildungen hast du?
Da ich bereits mit 14 wusste, dass ich Maskenbildnerin werden möchte, ist mein Werdegang ziemlich simpel: Nach dem Abitur bin ich hier ans Theater gekommen und habe eine dreijährige Berufsausbildung absolviert. Nun bin ich fertig und dankbar, dass ich meinen Traum verwirklichen konnte.

↗ Was ist der wichtigste Gegenstand in deinem Beruf, ohne den du nicht arbeiten könntest?
Ich brauche bei meiner täglichen Arbeit eine Vielzahl an Materialien und Werkzeugen. Da gibt es nicht den einen Gegenstand. Daher würde ich sagen meine Hände.